Sicherheit im Krav Maga Training - was man wissen sollte...

Wie euch sicher aufgefallen ist, fragen die Instruktoren beim Probetraining nach bekannten Vorerkrankungen oder Verletzungen. Dies dient dazu, euch auf Übungen hinzuweisen die ihr nicht ausführen solltet, oder euch alternative Übungen oder Techniken anzubieten. Sprecht die Ausbilder an wenn ihr euch unwohl oder schwindelig fühlt, und nehmt euch eine Pause wenn ihr sie braucht - niemand wird euch dafür schräg ansehen. Geht bitte niemals alleine aus dem Raum wenn irgend etwas sein sollte, sondern informiert den Instructor, er wird dann eine erfahrene Person mit euch schicken, die bei Bedarf helfen kann.


Eugen zum Thema Safety in trainingIm Training ist das Wort "Stop" das Zauberwort, das sofort alle Tätigkeiten unterbricht. Für den Wechsel von Übungen oder die Ankündigung von neuen Trainingseinheiten benutzen wir andere Begriffe. "Stop" ist für den sofortigen Abbruch reserviert und soll mögliche Verletzungen verhindern, wenn sich z.B. zwei Teams beim Bodenkampf gefährlich nahe kommen, oder wenn z.B. eine Kontaktlinse auf den Boden gefallen ist und nicht zertreten werden soll. In der Praxis kommt das zwar selten vor, hilft aber ungemein wenn alle wissen wie sie sich in diesem Fall verhalten. 

Beachtet bitte die Sicherheitshinweise der Ausbilder bei der Ausführung von Techniken. Fangt langsam und flüssig an, und werdet erst schneller wenn der Bewegungsablauf langsam sitzt. Das eigene Ego ist der häufigste Gegner- werdet nicht frustriert wenn ihr getroffen werdet, sondern überlegt was ihr beim nächsten Mal ändern müsst um den Treffer abzuwehren. Oder fragt das Ausbilder-Team, wir helfen euch gerne weiter. Wir respektieren unseren Trainingspartner und arbeiten so, dass wir im Ernstfall auch einbremsen können.

Diese Art von Kontrolle verlangt ein hohes Maß an Fertigkeit und bringt euch auf Dauer schnelleren Erfolg als hektische und unkontrollierte Bewegungen. Es ist keine Schande das Tempo selbst zu drosseln. Wenn ihr eine Technik langsam und in Einzelschritten üben möchtet, informiert euren Partner und nehmt euch die Zeit die ihr braucht, dafür ist das Training da.

Immer gemäß dem Motto: "Langsam ist flüssig, und flüssig ist schnell", werdet ihr nach und nach merken wie euer Körper die Bewegungen sauber und kontrolliert ausführen kann. Wenn ihr euch selber Druck macht oder euch mit anderen vergleicht, nehmt ihr euch die Möglichkeit angepasst an eure Fähigkeiten zu üben. Die Instruktoren sind immer an eurer Seite und geben euch Tipps und Tricks die euch weiter helfen Ihr könnt jederzeit Fragen stellen und euch Einzelheiten erklären lassen. Das ist unsere Aufgabe, und die erfüllen wir gerne! Wenn ihr in dieser Weise vorgeht, werdet ihr merken wie ihr nach und nach immer schneller neue Techniken umsetzen könnt, und das Lerntempo wird ansteigen. Und das alles, ohne euch selbst oder den Partner zu verletzen :-)

Wir geben im Training die Richtung vor, in die sich die Teams aufstellen sollen. Das hat keinen geheimnisvollen Hintergrund, sondern dient zum einen dazu den Instruktoren die Übersicht zu erleichtern, damit sie schnell erkennen wo eine kleine Hilfestellung angebracht ist. Außerdem sorgen wir dafür, dass ausreichend Bewegungsspielraum zwischen den Teams ist, damit man sich im Eifer des Gefechts nicht in die Quere kommt. Das ist insbesondere beim Bodenkampf oder Stressdrills wichtig. Wenn ihr mit einem Partner arbeitet und eine mögliche Gefahrensituation erkennt, unterbrecht die Übung und zieht den Partner auf die Seite. Wenn alle aufeinander achten vermeidet ihr Zusammenstöße, außerdem schult ihr damit eure taktische Rundumsicht während der Techniken und konzentriert euch nicht nur auf eine Person.

Vor dem Training sollten alle Formen von Körperschmuck, Ringen, Uhren, Armbändern, Ketten, Gürtel mit Metallschnallen, Schlüsselbändern etc. abgelegt worden. Aus Sicherheitsgründen sollten Brillenträger entweder auf Kontaktlinsen umsteigen oder eine Sportbrille erwerben. Wenn ihr Kontaktlinsen tragt, informiert bitte euren Partner bei Techniken, die die Augen mit in die Verteidigung einschließen.

Wenn ihr Notfallmedikamente mit euch führt, z.B. bei Asthma, Herzerkrankungen oder Diabetes, sagt zu Beginn Bescheid und hinterlegt sie so dass der Instructor oder geschultes medizinisches Personal zusätzlich zu euch Zugriff haben. Wenn es sich um eine besondere Anwendungsform handelt, weist uns kurz darin ein, damit wir euch ggf. bei der Einnahme unterstützen können.

Bei einem grippalen Infekt, einer längerfristigen Durchfallerkrankung oder Verletzungen, die euch in der Bewegung stark beeinträchtigen, solltet ihr nicht am Training teilnehmen bis ihr euch auskuriert habt. Wir schätzen eure Motivation sehr, möchten aber nicht dass ihr gesundheitliche Risiken eingeht. Keine Sorge, wir holen mit euch zusammen alles nach was ihr verpasst habt!

Wir arbeiten im Training viel mit den Händen. Aus Rücksicht auf die anderen Teilnehmer achtet bitte auf kurz geschnittene Fingernägel, die hinterlassen sonst unschöne Kratzspuren.

Nehmt euch ausreichend Getränke mit, im Training verbraucht ihr in der Regel mindestens 1,5 Liter Wasser, nach dem Training solltet ihr isotonische Getränke zu euch nehmen um den Elektrolytverlust auszugleichen. Achtet darauf dass ihr vor dem Training (ca 3 Stunden) etwas gegessen habt, mit einer guten Grundlage arbeitet es sich deutlich leichter.

Alle diese Maßnahmen dienen dazu, dass ihr ein maximal erfolgreiches Training habt und wir gemeinsam mit viel Elan und Power Krav Maga trainieren können. Wir möchten euch gesund und ausgepowert aus dem Training gehen sehen- in diesem Sinne passt auf euch und die anderen auf und noch viele spannende Trainingseinheiten,

Euer Protego Instructor Team